Woot-Klone sind in. Das ist auch kein Wunder, ist doch das Konzept des live-Abverkaufs einfach zu kommunizieren und zu verstehen, und bindet doch auch gleichzeitg den Kunden, der sich immer wieder über die neuen Deals informieren muss.
So weit so gut. Interessant sind die weiteren USPs, mit denen woot und Klone glänzen:
-beim Original www.woot.com sind es die diversen Ueberraschungen, die originellen Texte, der Preis und auch das community-feeling. Persönlich begeistere ich mich am meisten an den genial-schrägen Texten
-Auch aktuelle deutsche Varianten wie www.schutzgeld.de haben von woot gelernt und achten darauf, neben dem Grundkonzept auch weitere Bindungsfeatures anzubieten, auch wenn die ‘Gangster’-Sprache bei Schutzgeld für einen zahmen Schweizer schon einigermassen gewöhnungsbedürftig ist. Cyberport24 setzt auf Videos, ebenso wie das französiche wantuno. Also kann auch die Art der Darstellung der Tagesprodukte ein Element der Bindung sein!
Mein Lieblings-commerce-Blogger Jochen Krisch stellt nun hier und hier das neue deutsche Angebot www.sportlet.de vor, das eine für mich eher fragwürdige Tendenz bestätigt, die ich schon einige Zeit beobachte:
Wootiees konzentrieren sich mehr und mehr auf das Preisargument:Billige Restposten, jeden Tag neu, Preisvergleich gleich mitgeliefert (Auch wenn die Seite bei der Darstellung der Produkte selbstverständlich eindeutige Stärken hat!!!) Wo bleibt aber da der Unterschied zum Aldiwochenangebot, zu den wöchentlich neuen Welten bei ….uswusf.?
Nun ja, gemach gemach: zu forsch darf ich mich ja doch nicht vorwagen, da wir Mitte März mit unserem Wootklönchen www.gartenfreak.com starten werden (ein Angebot pro Woche), das aus der Gartenwelt kommt und den Gartenfreak ansprechen soll. Werden wir das anders und besser machen können?
Selbstverständlich läuft die Artikelplanung schon, auch wenn wir flexibel und offen, auch und gerade in Bezug auf die Wünsche der User, bleiben wollen. Dass wir doch auf einige Zeit hinaus planen, zeigt, dass wir uns eben gerade nicht nur auf die Restposten festlegen wollen, die hier und da und da auftauchen, sondern dass wir neben dem Preis auch ganz bewusst anderes USPs für unseren Produktemix suchen.
Grundsätzlich sollen unsere Angebote etwa gleichmässig folgenden Gruppen zuzuordnen sein:
-Bundles: sich ergänzende Sortimente für ein Gartenprojekt, für eine Bepflanzung
-easy: Dinge,die das Gärtnern einfacher machen; fertige Dinge
-neu: Neuheiten und Exklusivitäten für den Gartenfreak, vielleicht auch als Testangebot. Aufforderung zum Feedback, Diskussionen über die Kommentare, auch wenn das Angebot schon lange im Archiv ist, Infromation der Besteller über Diskussionen zu einem von ihnen bestellten und gekauften Produkt
-Profi für Hobby: Profiangeobte für den Gartenfreak zugänglich machen
-billig: selbstverständlich auch hier wichtig, aber nicht bei allen Angeboten alleinseligmachend. Wenn auch Preisl/Leistung immer eine Rolle spielen
-Verrückt/Ueberraschung: Das Unerwartete wahr machen
-user-guided: user-Wünsche umsetzen
Ihr Obergärtner
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Danke für das Lieblings-Commerce-Blogger
Bzgl. des Woot!-Themas. Guter Punkt: Hier machen es sich in der Tat einige zu einfach, wenn sie im Woot! Konzept ein simples, rein preisfixiertes Schnäppchenangebot im Stil von Aldi & Co. sehen.
Woot! ist konzeptionell weitaus mehr. Und viele übersehen den Community-Aspekt. Die Bedeutung der Community gilt es in der Tat künftig besser herauszustellen.
Bin jedenfalls gespannt auf den Mix bei den Gartenfreaks.
Kommentar von Exciting Commerce Februar 2, 2007 @ 6:10